Erbrecht

LAVVIT hilft bei der Regelung des Nachlasses


Dem Tod kann niemand entrinnen. Aber LAVVIT hilft, den Nachlass so zu regeln, dass man beruhigt gehen kann. Und falls die Erben streiten, kämpfen wir für unsere Mandanten um deren Erbe.

Ausländer und Migranten müssen jetzt wissen: Ab Sommer 2015 gilt für ihren Nachlass deutsches Recht, egal ob sie EU-Bürger wie Italiener oder Ukrainer, Chinesen oder US-Amerikaner sind. Das deutsche Erbrecht unterscheidet sich im Einzelfall stark von anderen Rechten, insbesondere etwa vom italienischen Erbrecht. Das deutsche Recht kennt bei weitem mehr Möglichkeiten der Nachlassregelung als die romanischen Rechtsordnungen wie das italienische Recht. 

Die wichtigsten Informationen zum deutschen Erbrecht haben wir auf dieser Seite für Sie zusammengestellt.
 

Den Nachlass regeln

Der Nachlass kann durch einzelnes oder gemeinschaftliches Testament, durch Erbvertrag oder Zuwendungen auf den Todesfall oder Vermächtnisse geregelt werden. Oder man vertraut auf die gesetzliche Erbfolge.

 

Die gesetzliche Erbfolge

Gesetzliche Erben der so genannten ersten Ordnung, also Vorberechtigte, sind die Kinder des Erblassers und deren Abkömmlinge (Erbschaft nach Stämmen). Hinterlässt der Erblasser keine Kinder, erben die Eltern bzw. deren Abkömmlinge (Erben zweiter Ordnung). Erben dritter und vierter Ordnung sind die Großeltern und Urgroßeltern bzw. deren Abkömmlinge. Daneben ist der Ehepartner des Erblassers privilegiert und erhält aus unterschiedlichen Regelungen mindestens die Hälfte des Erbes sowie die Haushaltsgegenstände und Hochzeitsgeschenke.  Jede Nachlassregelung und jeder Erbfall, bei dem keine Regelung gewünscht ist oder war, prüft LAVVIT hinsichtlich seiner erbrechtlichen Folgen.
 

Testament

Der Erblasser kann in  Deutschland seinen Nachlass unabhängig von dem Gesetz nach seinem freien Willen regeln. Das gesetzliche Pflichtteilsrecht beschränkt ihn nur noch wenig oder gar nicht. Das Testament muss handschriftlich erfolgen und mit Datum und Unterschrift versehen werden. Ansonsten entfaltet es keine Rechtswirkung. LAVVIT berät bei der Formulierung von Testamenten. Im Zweifelsfalle können nämlich zahlreiche gesetzliche Auslegungsregeln zu einer ganz anderen Erbverteilung führen als es der Erblasser wollte. Anwaltliche Beratung ist hier unerlässlich.
 

Vermächtnis

Der Erblasser kann auch ein Vermächtnis anordnen. Damit verpflichtet er die Erben, dem durch das Vermächtnis Begünstigten einen bestimmten Gegenstand, einen Geldbetrag, eine  Forderung oder Ähnliches herauszugeben. Da es ist nicht einfach zu formulieren ist, ob eine Person Erbe oder Vermächtnisnehmer werden soll, hilft LAVVIT bei der Formulierung.
 

Gemeinschaftliches Testament

Ehegatten können auch ein gemeinschaftliches Testament, ein sogenanntes Berliner Testament, formulieren, das heißt,  sie können in einem einzigen Testament über ihren gesamten gemeinsamen Nachlass verfügen.  Der überlebende Ehepartner ist dann daran gebunden und kann nach dem Tod des Erstverstorbenen die gemeinsamen Verfügungen nicht mehr aufheben. Meist wird bestimmt, dass der Überlebende Alleinerbe wird und die gemeinsamen Kinder erst nach dem Tod des letztversterben Ehegatten erben. Das gemeinschaftliche Testament ist allerdings nur bei kleinen Vermögen ratsam, da zwei erbschaftsteuerliche Vorgänge für ein Vermögen entstehen. Liegt das Vermögen nicht bei jedem Erbfall unter den steuerlichen Freigrenzen, rät LAVVIT von dieser Testamentsform ab. LAVVIT prüft mit den Mandanten, ob ein gemeinschaftliches Testament sinnvoll ist und hilft auch hier bei der Formulierung, erklärt die Folgen und zeigt im Einzelfall alternative Erbgestaltungen auf.

Ausländern aus dem romanischen Rechtskreis ist ein solches Testament nicht anzuraten. Versterben sie in ihrer Heimat, kann das gemeinschaftliche Testament nicht sein.

 

Erbvertrag

Eine, besonders für EU-Ausländer ratsame Form der Nachlassregelung ist der Erbvertrag. Darin können mindestens zwei Personen gemeinsam über ihr Vermögen verfügen. Der Erbvertrag wird vor einem Notar errichtet.  Inhalt können nur Erbeinsetzungen, Vermächtnisse und Auflagen sein. Der Erbvertrag wird von allen EU-Mitgliedsstaaten anerkannt. LAVVIT arbeitet mit seinen Mandanten einen gemeinsamen Erbvertrag aus.

 

Pflichtteil

Werden Kinder, Ehegatten oder Eltern des Erblasser (Pflichtteilsberechtigte) per Testament oder Erbvertrag vom Erbe ausgeschlossen, gesteht das Recht Ihnen einen Pflichtteil zu. Der Pflichtteil besteht in der Hälfte des gesetzlichen Erbteils. Die Pflichtteilsberechtigten haben etwa einen Auskunftsanspruch gegen die Erben hinsichtlich des Wertes des Gesamterbes.
 

Erbrecht für Unternehmer

Unternehmer, insbesondere Gesellschafter von Kapital- oder Personengesellschaften, benötigen eine besondere Beratung. LAVVIT berät Unternehmer und erklärt Ihnen, wie sie ihren Nachlass schützen können, so dass ihr Lebenswerk über den Tod hinaus weitergeführt werden kann. 
 

Erbe werden

In Deutschland gilt die so genannte Universalsukzession. Das bedeutet, dass der Erbe im Moment des Todes des Erblassers, dessen Aktiva und Passiva er übernimmt, Erbe wird. Es bedarf keiner ausdrücklichen Erbschaftsannahme wie etwa in Italien.  Damit kann der Erbe aber nicht sofort über den Nachlass verfügen. Der Erbe muss beim Nachlassgericht einen Erbschein beantragen, damit er bei Banken oder beim Grundbuchregister seine Erbenstellung beweisen kann. Ist das Nachlass überschuldet, kann der Erbe die Erbschaft ausschlagen. Oft erben mehrere Personen einen Nachlass gemeinsam. Sie sind dann eine Erbengemeinschaft und sehen sich plötzlich Rechten und Pflichten ausgesetzt. LAVVIT steht seinen Mandanten in all diesen Situationen  zur Seite.
 

Der Erbstreit

Erbstreitigkeiten gibt es, solange es Menschen gibt. LAVVIT hilft seinen Mandanten, deren Erbrecht durchzusetzen –
in Deutschland wie in Italien. Wir machen Auskunftsansprüche geltend und erstreiten das Erbrecht vor Gericht. Vorher prüfen wir intensiv die Rechtslage. Im deutschen Erbrecht gibt es eine Vielzahl an Anspruchsgrundlagen, um Auskunft und Ansprüche durchzusetzen.
 

Die neuen Regeln zum Erbrecht in der Europäischen Union

Das deutsche Erbrecht gilt für Erblasser, die vor ihrem Tod ihren gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland hatten. Dieses Wohnsitzprinzip gilt in der gesamten Europäischen Union. Das heißt, dass ein Italiener, der vor seinem Tod seinen gewöhnlichen Aufenthalt etwa in Deutschland hatte, nach deutschem Erbrecht beerbt wird. 

Zieht ein Italiener, der sein Leben lang in  Deutschland gelebt hat, jedoch für seine letzten Lebensjahre in die Heimat seiner Vorväter zurück, wechselt plötzlich das anwendbare Recht, und bei seinem Versterben gilt dann italienisches Erbrecht. Dann kann es zu ungewollten Nachlassverteilungen kommen. LAVVIT rät deshalb allen EU-Ausländern, ein Testament oder einen Erbvertrag zu errichten. Durch die Wahl des anwendbaren Erbrechtes im Testament oder Erbvertrag können ungewollte Nachlassverteilungen vermieden werden. Von einem gemeinschaftlichen Testament nach deutschem Recht rät LAVVIT ab. In den romanischen Rechtssystemen wie Italien, Frankreich oder auf der iberischen Halbinseln werden gemeinschaftliche Testamente nicht anerkannt, da es für diese Rechtssysteme undenkbar ist, dass ein Erblasser durch ein gemeinschaftliches Testament beschränkt wird, spätere Testamente zu verfassen. 


Die Anwälte von LAVVIT beraten Sie gerne. Nehmen Sie Kontakt zu uns auf!
 

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